{"id":4012,"date":"2026-03-12T17:12:00","date_gmt":"2026-03-12T16:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/?page_id=4012"},"modified":"2026-03-12T17:19:22","modified_gmt":"2026-03-12T16:19:22","slug":"schloss-rheinsberg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/?page_id=4012","title":{"rendered":"Schloss Rheinsberg"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css_animation=&#8221;zoomIn&#8221; css=&#8221;&#8221;]<strong>Lage<\/strong><\/p>\n<p>Schloss Rheinsberg liegt in der Gemeinde Rheinsberg, etwa 100 km nordwestlich von Berlin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Das am Ostufer des Grienericksees gelegene Schloss gilt als Musterbeispiel des sogenannten Friderizianischen Rokokos und diente auch als Vorbild f\u00fcr Schloss Sanssouci.<\/p>\n<p><strong>Geschichte<\/strong><\/p>\n<p>Wo sich heute das Schloss Rheinsberg befindet, stand im Mittelalter eine Wasserburg. Die Familie von Bredow hatte Rheinsberg im Jahre 1464 von den von Platen erheiratet. Rheinsberg kam mit der Herrschaft Ruppin 1524 an die Mark Brandenburg. An der Stelle der Wasserburg lie\u00dfen die Bredows 1566 ein Wasserschloss in Renaissanceformen erbauen. Im Jahr 1618 war das Schloss bereits an Kuno von Lochow verkauft worden. Im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg erlitt es starke Sch\u00e4den. Nach dem Aussterben der Linie fiel Rheinsberg als markgr\u00e4flich-brandenburgisches Lehen an den Kurf\u00fcrsten Friedrich Wilhelm aus dem Haus Hohenzollern, der es seinem General Franz du Hamel schenkte. Mit Genehmigung des Kurf\u00fcrsten verkaufte der es aber an Benjamin Chevenix de Beville, der das Anwesen im M\u00e4rz 1734 f\u00fcr 75.000 Taler dem preu\u00dfischen K\u00f6nig Friedrich Wilhelm I. ver\u00e4u\u00dferte. Friedrich Wilhelm wiederum schenkte es seinem Sohn Kronprinz Friedrich, dem sp\u00e4teren K\u00f6nig Friedrich II., f\u00fcr dessen Loyalit\u00e4t. 1736 zog dieser mit seiner Frau, der Kronprinzessin Elisabeth Christine, von seinem fr\u00fcheren Quartier im 25 km entfernten Neuruppin kommend, in den s\u00fcdlichen Fl\u00fcgel des Schlosses Rheinsberg. In den Jahren bis 1740 lie\u00df es Friedrich umfangreich von den Baumeistern Johann Gottfried Kemmeter und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, der von Kemmeter das architektonische Handwerk gewisserma\u00dfen erlernte, ausbauen und erweitern. So wurde der eingeschossige Bau um ein Obergeschoss erg\u00e4nzt und der Ostfl\u00fcgel um 25 Meter verl\u00e4ngert. Es bildet damit das erste Bauwerk des Friderizianischen Rokoko. Zu dieser Zeit schuf von Antoine Pesne im Spiegelsaal das programmatische Deckengem\u00e4lde \u201eDer Tag vertreibt die Finsternis\u201c mit einer Darstellung der aufsteigenden Aurora, die als G\u00f6ttin der Morgenr\u00f6te ein neues Zeitalter ank\u00fcndigt. Friedrich selbst bezeichnete seine Jahre auf Schloss Rheinsberg immer als die \u201egl\u00fccklichsten seines Lebens\u201c. Hier gr\u00fcndete er 1738 die erste Freimaurerloge in Preu\u00dfen nach dem Vorbild der Gro\u00dfen Loge in Hamburg. Seine Zeit in Rheinsberg endete 1740 mit der Thronbesteigung. Vier Jahre sp\u00e4ter schenkte er es seinem j\u00fcngeren Bruder Heinrich, der 1752 mit seiner Frau Prinzessin Wilhelmine von Hessen-Kassel einzog und bis zu seinem Tod dort wohnte. Der kunstbegeisterte Prinz machte sich daran, das Schloss und den dazugeh\u00f6rigen Park zu erweitern und versch\u00f6nern. 1786 vervollst\u00e4ndigten Georg Friedrich von Boumann und Carl Gotthard Langhans das Schloss nach den urspr\u00fcnglichen Pl\u00e4nen. Langhans war bereits 1766 f\u00fcr wenige Wochen in Rheinsberg und fertigte Entw\u00fcrfe f\u00fcr den Prinzen Heinrich, die in den Folgejahren von seinem Bauintendanten Carl Wilhelm Hennert umgesetzt wurden, etwa das Treppenhaus und der Muschelsaal.<\/p>\n<p><strong>Rheinsberger Obelisk<\/strong><br \/>\nBoumann errichtete 1785\/86 die beiden Pavillons am Schloss, die vermutlich schon Langhans aufgerissen hatte. Der Anfang der 1790er-Jahre am gegen\u00fcberliegenden Seeufer in Sichtachse des Schlosses errichtete Rheinsberger Obelisk sollte das Andenken des bei Friedrich II. in Ungnade gefallenen Bruders August Wilhelm von Preu\u00dfen sowie vieler Heinrich nahestehender und teilweise vom K\u00f6nig ebenfalls wenig gew\u00fcrdigter Offiziere ehren, die sich in den schlesischen Kriegen verdient gemacht hatten. Bereits zu Lebzeiten lie\u00df Heinrich seine Grabst\u00e4tte in Form einer abgebrochenen Pyramide im Garten errichten, in der er 1802 beigesetzt wurde. Die franz\u00f6sische Inschrift verfasste Heinrich selbst.<\/p>\n<p>Nach dem Tod des kinderlosen Prinzen Heinrich 1802 erbte sein j\u00fcngerer Bruder August Ferdinand von Preu\u00dfen Schloss und Gut und danach dessen Sohn August von Preu\u00dfen (1779\u20131843). Da dieser nur illegitime Kinder hatte, fiel der Besitz an die preu\u00dfischen K\u00f6nige zur\u00fcck, die es jedoch nur selten nutzten. Das K\u00f6nigshaus setzte Schlosshauptleute ein,[2] zumeist Grundbesitzer, wie unter anderem Carl Graf von K\u00f6nigsmarck auf Schloss Plaue. Als Erinnerungsst\u00e4tte an Friedrich den Gro\u00dfen war es \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich und machte Rheinsberg zu einem beliebten Touristenziel, wozu auch die Schriftsteller Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg und Kurt Tucholsky mit der Erz\u00e4hlung Rheinsberg: Ein Bilderbuch f\u00fcr Verliebte beitrugen. Bei der Aufteilung des Hohenzollernverm\u00f6gens im Jahr 1926 blieben Schloss und Gut im Hohenzollernbesitz und waren weiterhin Besuchern ge\u00f6ffnet. Nach der Enteignung durch die sowjetische Besatzungsmacht im Jahr 1945 war dies nicht mehr m\u00f6glich.<\/p>\n<p>In der Deutschen Demokratischen Republik war im Schloss ein Diabetiker-Sanatorium untergebracht, benannt nach dem SED-Sozialpolitiker Helmut Lehmann. Heute geh\u00f6rt das Schloss mit seinen Gartenanlagen der Stiftung Preu\u00dfische Schl\u00f6sser und G\u00e4rten Berlin-Brandenburg.<\/p>\n<p>Nach aufwendigen und umfangreichen Restaurierungen ist das Schloss heute wieder als Museum zu besichtigen. Es beherbergt auch das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum. Im ehemaligen Kavaliershaus ist seit 1991 die Musikakademie Rheinsberg untergebracht, die das Schlosstheater betreibt. Seit 1991 findet das internationale Opernfestival Kammeroper Schloss Rheinsberg im Schlosstheater (Kavalierhaus), Schlosshof und Naturtheater statt.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schloss_Rheinsberg\">Wikipedia<\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css_animation=&#8221;zoomIn&#8221; css=&#8221;&#8221;]Lage Schloss Rheinsberg liegt in der Gemeinde Rheinsberg, etwa 100 km nordwestlich von Berlin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Das am Ostufer des Grienericksees gelegene Schloss gilt als Musterbeispiel des sogenannten Friderizianischen Rokokos und diente auch als Vorbild f\u00fcr Schloss Sanssouci. Geschichte Wo sich heute das Schloss Rheinsberg befindet, stand im Mittelalter eine Wasserburg. Die Familie von Bredow hatte Rheinsberg im Jahre 1464 von den von Platen erheiratet. Rheinsberg kam mit der Herrschaft Ruppin 1524 an die Mark Brandenburg. An der Stelle der Wasserburg lie\u00dfen die Bredows 1566 ein Wasserschloss in Renaissanceformen erbauen. Im Jahr 1618 war das Schloss bereits an Kuno von Lochow verkauft worden. Im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg erlitt es starke Sch\u00e4den. Nach dem Aussterben der Linie fiel Rheinsberg als markgr\u00e4flich-brandenburgisches Lehen an den Kurf\u00fcrsten Friedrich Wilhelm aus dem Haus Hohenzollern, der es seinem General Franz du Hamel schenkte. Mit Genehmigung des Kurf\u00fcrsten verkaufte der es aber an Benjamin Chevenix de Beville, der das Anwesen im M\u00e4rz 1734 f\u00fcr 75.000 Taler dem preu\u00dfischen K\u00f6nig Friedrich Wilhelm I. ver\u00e4u\u00dferte. Friedrich Wilhelm wiederum schenkte es seinem Sohn Kronprinz Friedrich, dem sp\u00e4teren K\u00f6nig Friedrich II., f\u00fcr dessen Loyalit\u00e4t. 1736 zog dieser mit seiner Frau, der Kronprinzessin Elisabeth Christine, von seinem fr\u00fcheren Quartier im 25 km entfernten Neuruppin kommend, in den s\u00fcdlichen Fl\u00fcgel des Schlosses Rheinsberg. In den Jahren bis 1740 lie\u00df es Friedrich umfangreich von den Baumeistern Johann Gottfried Kemmeter und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, der von Kemmeter das architektonische Handwerk gewisserma\u00dfen erlernte, ausbauen und erweitern. So wurde der eingeschossige Bau um ein Obergeschoss erg\u00e4nzt und der Ostfl\u00fcgel um 25 Meter verl\u00e4ngert. Es bildet damit das erste Bauwerk des Friderizianischen Rokoko. Zu dieser Zeit schuf von Antoine Pesne im Spiegelsaal das programmatische Deckengem\u00e4lde \u201eDer Tag vertreibt die Finsternis\u201c mit einer Darstellung der aufsteigenden Aurora, die als G\u00f6ttin der Morgenr\u00f6te ein neues Zeitalter ank\u00fcndigt. Friedrich selbst bezeichnete seine Jahre auf Schloss Rheinsberg immer als die \u201egl\u00fccklichsten seines Lebens\u201c. Hier gr\u00fcndete er 1738 die erste Freimaurerloge in Preu\u00dfen nach dem Vorbild der Gro\u00dfen Loge in Hamburg. Seine Zeit in Rheinsberg endete 1740 mit der Thronbesteigung. Vier Jahre sp\u00e4ter schenkte er es seinem j\u00fcngeren Bruder Heinrich, der 1752 mit seiner Frau Prinzessin Wilhelmine von Hessen-Kassel einzog und bis zu seinem Tod dort wohnte. Der kunstbegeisterte Prinz machte sich daran, das Schloss und den dazugeh\u00f6rigen Park zu erweitern und versch\u00f6nern. 1786 vervollst\u00e4ndigten Georg Friedrich von Boumann und Carl Gotthard Langhans das Schloss nach den urspr\u00fcnglichen Pl\u00e4nen. Langhans war bereits 1766 f\u00fcr wenige Wochen in Rheinsberg und fertigte Entw\u00fcrfe f\u00fcr den Prinzen Heinrich, die in den Folgejahren von seinem Bauintendanten Carl Wilhelm Hennert umgesetzt wurden, etwa das Treppenhaus und der Muschelsaal. Rheinsberger Obelisk Boumann errichtete 1785\/86 die beiden Pavillons am Schloss, die vermutlich schon Langhans aufgerissen hatte. Der Anfang der 1790er-Jahre am gegen\u00fcberliegenden Seeufer in Sichtachse des Schlosses errichtete Rheinsberger Obelisk sollte das Andenken des bei Friedrich II. in Ungnade gefallenen Bruders August Wilhelm von Preu\u00dfen sowie vieler Heinrich nahestehender und teilweise vom K\u00f6nig ebenfalls wenig gew\u00fcrdigter Offiziere ehren, die sich in den schlesischen Kriegen verdient gemacht hatten. Bereits zu Lebzeiten lie\u00df Heinrich seine Grabst\u00e4tte in Form einer abgebrochenen Pyramide im Garten errichten, in der er 1802 beigesetzt wurde. Die franz\u00f6sische Inschrift verfasste Heinrich selbst. Nach dem Tod des kinderlosen Prinzen Heinrich 1802 erbte sein j\u00fcngerer Bruder August Ferdinand von Preu\u00dfen Schloss und Gut und danach dessen Sohn August von Preu\u00dfen (1779\u20131843). Da dieser nur illegitime Kinder hatte, fiel der Besitz an die preu\u00dfischen K\u00f6nige zur\u00fcck, die es jedoch nur selten nutzten. Das K\u00f6nigshaus setzte Schlosshauptleute ein,[2] zumeist Grundbesitzer, wie unter anderem Carl Graf von K\u00f6nigsmarck auf Schloss Plaue. Als Erinnerungsst\u00e4tte an Friedrich den Gro\u00dfen war es \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich und machte Rheinsberg zu einem beliebten Touristenziel, wozu auch die Schriftsteller Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg und Kurt Tucholsky mit der Erz\u00e4hlung Rheinsberg: Ein Bilderbuch f\u00fcr Verliebte beitrugen. Bei der Aufteilung des Hohenzollernverm\u00f6gens im Jahr 1926 blieben Schloss und Gut im Hohenzollernbesitz und waren weiterhin Besuchern ge\u00f6ffnet. Nach der Enteignung durch die sowjetische Besatzungsmacht im Jahr 1945 war dies nicht mehr m\u00f6glich. In der Deutschen Demokratischen Republik war im Schloss ein Diabetiker-Sanatorium untergebracht, benannt nach dem SED-Sozialpolitiker Helmut Lehmann. Heute geh\u00f6rt das Schloss mit seinen Gartenanlagen der Stiftung Preu\u00dfische Schl\u00f6sser und G\u00e4rten Berlin-Brandenburg. Nach aufwendigen und umfangreichen Restaurierungen ist das Schloss heute wieder als Museum zu besichtigen. Es beherbergt auch das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum. Im ehemaligen Kavaliershaus ist seit 1991 die Musikakademie Rheinsberg untergebracht, die das Schlosstheater betreibt. Seit 1991 findet das internationale Opernfestival Kammeroper Schloss Rheinsberg im Schlosstheater (Kavalierhaus), Schlosshof und Naturtheater statt. Quelle: Wikipedia[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"class_list":["post-4012","page","type-page","status-publish","hentry"],"aioseo_notices":[],"acf":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4012","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4012"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4012\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4017,"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4012\/revisions\/4017"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}