{"id":3956,"date":"2026-01-07T13:36:47","date_gmt":"2026-01-07T12:36:47","guid":{"rendered":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/?page_id=3956"},"modified":"2026-01-07T16:07:43","modified_gmt":"2026-01-07T15:07:43","slug":"schloss-boitzenburg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/?page_id=3956","title":{"rendered":"Schloss Boitzenburg"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css_animation=&#8220;fadeInRight&#8220; css=&#8220;&#8220;]Das Herrenhaus Schloss Boitzenburg in Boitzenburger Land ist eines der gr\u00f6\u00dften Schl\u00f6sser der Uckermark. Es war \u00fcber Jahrhunderte der Stammsitz der Familie von Arnim und beherbergt heute ein Kinder- und Jugendhotel.<\/p>\n<p>Geschichte<br \/>\nEine Burg in Boitzenburg auf alter Siedlungsst\u00e4tte im See Tytzen wurde erstmals 1276 erw\u00e4hnt, vermutlich jedoch bereits fr\u00fcher (ab 1250) angelegt. Markgraf Wilhelm von Mei\u00dfen eroberte 1398 das Schloss Boitzenburg von den Mecklenburgern zur\u00fcck. Nach einigen Besitzerwechseln gelangte der Herrensitz 1427 erstmals, ab 1528 dauerhaft (durch Tausch gegen Schloss Zehdenick) in den Besitz der Familie von Arnim. Ab dem 16. Jahrhundert ist die Gliederung in ein Oberhaus und ein Unterhaus nachweisbar. W\u00e4hrend sich das h\u00f6her gelegene \u201eOberhaus\u201c in seiner 1537\/38 erhaltenen architektonischen Form mit den f\u00fcr die Renaissance charakteristischen Zwerchh\u00e4usern bis heute erhalten hat, erfuhren die Baugruppen des um 1600 ausgebauten \u201eUnterhauses\u201c, die auf dem Gel\u00e4nde der einstigen Vorburg entstanden, mehrfach eingreifende bauliche Ver\u00e4nderungen und Erweiterungen. Im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg wurde das Schloss teilweise zerst\u00f6rt. Etwa von 1740 bis 1750 entstand unter Georg Dietloff von Arnim durch Neubau zweier Fl\u00fcgel die noch heute charakteristische Form des Unterhauses als dreifl\u00fcgelige Anlage mit Mansarddach und gro\u00dfem Ehrenhof, den man damals noch \u00fcber die alte Burgzufahrt durch das Corp de Logis erreichte und von dem aus eine gro\u00dfz\u00fcgige Terrassentreppe in den Park f\u00fchrte. Parallel dazu entstand auf der Ost- und S\u00fcdseite der Schlossinsel ein gro\u00dfer barocker Garten. 1832 wurde auf Schloss Boitzenburg der Politiker Adolf von Arnim-Boitzenburg geboren. Im 19. Jahrhundert erfuhr das Schloss zwei weitere gr\u00f6\u00dfere Umbauten: 1838\u20131842 wurde es durch Friedrich August St\u00fcler im neugotischen Stil erweitert.<\/p>\n<p>Das Schloss liegt auf einer Insel, die um 1840 von Peter Joseph Lenn\u00e9 als prachtvoller Landschaftspark im englischen Stil ausgestaltet wurde. Aus einem Meer von Buchen und Eichen ragt es umgeben von Wasser- und Wiesenfl\u00e4chen hervor. Bis 1918 war es Zentrum einer der gr\u00f6\u00dften Standesherrschaften (mit ca. 13.900 Hektar) des K\u00f6nigreichs Preu\u00dfen und eines der Stammh\u00e4user des kurm\u00e4rkischen Uradelsgeschlechts von Arnim. Seit 1833 bildeten die Boitzenburger Besitzungen ein Fideikommiss, das 1852 erneuert und 1856 durch K\u00f6nig Friedrich Wilhelm IV. zu einer Grafschaft erhoben wurde.<\/p>\n<p>1881 bis 1884 wurde das Schloss abermals komplett umgebaut. Architekt war Carl Doflein, der das Schloss im Sinne einer historisierenden Neorenaissance wieder seinem urspr\u00fcnglichen Aussehen mit steilen D\u00e4chern, Gauben, Zwerchh\u00e4usern ann\u00e4herte. In dieser Form hat es sich im Wesentlichen bis heute erhalten und wurde 1999 bis 2005 restauriert.<\/p>\n<p>Um 1929, kurz vor der gro\u00dfen Wirtschaftskrise, umfasste die Herrschaft[3] Boitzenburg des Dietlof von Arnim-Boitzenburg bestehend unter anderem aus dem Majorat Boitzenburg, den Ritterg\u00fctern Arnimshain, Krewitz See, Lichtenhain, verpachtet an Frau von K\u00f6hler, L\u00e4ndereien Broddin und Lindensee, Sternthal, Steinrode und Rummelpforte M\u00fchle aus 14172 ha Land. An der Spitze der Verwaltung stand der Generaldirektor und Geheime Finanzrat a. D. Ernst K\u00fcster und Administrator V. von Poncet, Major a. D. Die Grafen Arnim-Boitzenburg war neben F\u00fcrst Solms-Baruth und Graf von der Schulenburg-Lieberose die gr\u00f6\u00dften Grundbesitzer des Regierungsbezirkes Potsdam der Provinz Brandenburg.<\/p>\n<p>Nach 1945 ging ein Gro\u00dfteil des wertvollen Inventars verloren. Das Herrschaftsarchiv wurde 1949 in das neu begr\u00fcndete Brandenburgische Landeshauptarchiv nach Potsdam \u00fcberf\u00fchrt, wo es erschlossen wurde und benutzbar ist. Seit etwa 1955 bis 1990 wurde das Schloss durch die Nationale Volksarmee der DDR als Erholungsheim genutzt. 1998 kaufte der Hamburger Investor Oliver Erbacher das Schloss f\u00fcr den symbolischen Preis von einer Mark und baute es im Sinne seines Konzepts \u201ePonyhotel\u201c zu einem Kinder- und Jugendhotel im Jugendherbergsstil f\u00fcr Schulklassen und Familien mit 350 Betten um.<\/p>\n<p>Der Umbau des Schlosses wurde mit \u00f6ffentlichen Geldern gef\u00f6rdert. Nach dem Umbau wurden jedoch Anschuldigungen laut, der Investor habe diese Gelder nicht in der notwendigen H\u00f6he in den Umbau gesteckt, sondern Teile davon f\u00fcr sich abgezweigt. Die Investitionsbank des Landes Brandenburg hatte 23 Millionen Euro an F\u00f6rdermitteln zur Verf\u00fcgung gestellt, die der Investor urspr\u00fcnglich um noch einmal 23 Millionen aus eigenen Mitteln erg\u00e4nzen sollte. Zus\u00e4tzlich flossen noch einmal 10\u201312 Millionen Euro Subventionen von der Arbeitsagentur Eberswalde und der Landesagentur f\u00fcr Struktur und Arbeit (LASA). Als im Jahre 2004 die \u201eBoitzenburg KG\u201c Insolvenz anmelden musste, stellte der Insolvenzverwalter jedoch fest, dass insgesamt nur 18,5 Millionen Euro in die Sanierung des Schlosses geflossen waren. Der Investor hatte demnach nicht nur kein Eigenkapital investiert, sondern F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von 17,5 Millionen Euro in private Taschen geleitet. Der Insolvenzverwalter alarmierte die Investitionsbank sowie das brandenburgische Wirtschaftsministerium, die den Fall an die Potsdamer Staatsanwaltschaft weitergaben.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schloss_Boitzenburg\">Wikipedia<\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css_animation=&#8220;fadeInRight&#8220; css=&#8220;&#8220;]Das Herrenhaus Schloss Boitzenburg in Boitzenburger Land ist eines der gr\u00f6\u00dften Schl\u00f6sser der Uckermark. Es war \u00fcber Jahrhunderte der Stammsitz der Familie von Arnim und beherbergt heute ein Kinder- und Jugendhotel. Geschichte Eine Burg in Boitzenburg auf alter Siedlungsst\u00e4tte im See Tytzen wurde erstmals 1276 erw\u00e4hnt, vermutlich jedoch bereits fr\u00fcher (ab 1250) angelegt. Markgraf Wilhelm von Mei\u00dfen eroberte 1398 das Schloss Boitzenburg von den Mecklenburgern zur\u00fcck. Nach einigen Besitzerwechseln gelangte der Herrensitz 1427 erstmals, ab 1528 dauerhaft (durch Tausch gegen Schloss Zehdenick) in den Besitz der Familie von Arnim. Ab dem 16. Jahrhundert ist die Gliederung in ein Oberhaus und ein Unterhaus nachweisbar. W\u00e4hrend sich das h\u00f6her gelegene \u201eOberhaus\u201c in seiner 1537\/38 erhaltenen architektonischen Form mit den f\u00fcr die Renaissance charakteristischen Zwerchh\u00e4usern bis heute erhalten hat, erfuhren die Baugruppen des um 1600 ausgebauten \u201eUnterhauses\u201c, die auf dem Gel\u00e4nde der einstigen Vorburg entstanden, mehrfach eingreifende bauliche Ver\u00e4nderungen und Erweiterungen. Im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg wurde das Schloss teilweise zerst\u00f6rt. Etwa von 1740 bis 1750 entstand unter Georg Dietloff von Arnim durch Neubau zweier Fl\u00fcgel die noch heute charakteristische Form des Unterhauses als dreifl\u00fcgelige Anlage mit Mansarddach und gro\u00dfem Ehrenhof, den man damals noch \u00fcber die alte Burgzufahrt durch das Corp de Logis erreichte und von dem aus eine gro\u00dfz\u00fcgige Terrassentreppe in den Park f\u00fchrte. Parallel dazu entstand auf der Ost- und S\u00fcdseite der Schlossinsel ein gro\u00dfer barocker Garten. 1832 wurde auf Schloss Boitzenburg der Politiker Adolf von Arnim-Boitzenburg geboren. Im 19. Jahrhundert erfuhr das Schloss zwei weitere gr\u00f6\u00dfere Umbauten: 1838\u20131842 wurde es durch Friedrich August St\u00fcler im neugotischen Stil erweitert. Das Schloss liegt auf einer Insel, die um 1840 von Peter Joseph Lenn\u00e9 als prachtvoller Landschaftspark im englischen Stil ausgestaltet wurde. Aus einem Meer von Buchen und Eichen ragt es umgeben von Wasser- und Wiesenfl\u00e4chen hervor. Bis 1918 war es Zentrum einer der gr\u00f6\u00dften Standesherrschaften (mit ca. 13.900 Hektar) des K\u00f6nigreichs Preu\u00dfen und eines der Stammh\u00e4user des kurm\u00e4rkischen Uradelsgeschlechts von Arnim. Seit 1833 bildeten die Boitzenburger Besitzungen ein Fideikommiss, das 1852 erneuert und 1856 durch K\u00f6nig Friedrich Wilhelm IV. zu einer Grafschaft erhoben wurde. 1881 bis 1884 wurde das Schloss abermals komplett umgebaut. Architekt war Carl Doflein, der das Schloss im Sinne einer historisierenden Neorenaissance wieder seinem urspr\u00fcnglichen Aussehen mit steilen D\u00e4chern, Gauben, Zwerchh\u00e4usern ann\u00e4herte. In dieser Form hat es sich im Wesentlichen bis heute erhalten und wurde 1999 bis 2005 restauriert. Um 1929, kurz vor der gro\u00dfen Wirtschaftskrise, umfasste die Herrschaft[3] Boitzenburg des Dietlof von Arnim-Boitzenburg bestehend unter anderem aus dem Majorat Boitzenburg, den Ritterg\u00fctern Arnimshain, Krewitz See, Lichtenhain, verpachtet an Frau von K\u00f6hler, L\u00e4ndereien Broddin und Lindensee, Sternthal, Steinrode und Rummelpforte M\u00fchle aus 14172 ha Land. An der Spitze der Verwaltung stand der Generaldirektor und Geheime Finanzrat a. D. Ernst K\u00fcster und Administrator V. von Poncet, Major a. D. Die Grafen Arnim-Boitzenburg war neben F\u00fcrst Solms-Baruth und Graf von der Schulenburg-Lieberose die gr\u00f6\u00dften Grundbesitzer des Regierungsbezirkes Potsdam der Provinz Brandenburg. Nach 1945 ging ein Gro\u00dfteil des wertvollen Inventars verloren. Das Herrschaftsarchiv wurde 1949 in das neu begr\u00fcndete Brandenburgische Landeshauptarchiv nach Potsdam \u00fcberf\u00fchrt, wo es erschlossen wurde und benutzbar ist. Seit etwa 1955 bis 1990 wurde das Schloss durch die Nationale Volksarmee der DDR als Erholungsheim genutzt. 1998 kaufte der Hamburger Investor Oliver Erbacher das Schloss f\u00fcr den symbolischen Preis von einer Mark und baute es im Sinne seines Konzepts \u201ePonyhotel\u201c zu einem Kinder- und Jugendhotel im Jugendherbergsstil f\u00fcr Schulklassen und Familien mit 350 Betten um. Der Umbau des Schlosses wurde mit \u00f6ffentlichen Geldern gef\u00f6rdert. Nach dem Umbau wurden jedoch Anschuldigungen laut, der Investor habe diese Gelder nicht in der notwendigen H\u00f6he in den Umbau gesteckt, sondern Teile davon f\u00fcr sich abgezweigt. Die Investitionsbank des Landes Brandenburg hatte 23 Millionen Euro an F\u00f6rdermitteln zur Verf\u00fcgung gestellt, die der Investor urspr\u00fcnglich um noch einmal 23 Millionen aus eigenen Mitteln erg\u00e4nzen sollte. Zus\u00e4tzlich flossen noch einmal 10\u201312 Millionen Euro Subventionen von der Arbeitsagentur Eberswalde und der Landesagentur f\u00fcr Struktur und Arbeit (LASA). Als im Jahre 2004 die \u201eBoitzenburg KG\u201c Insolvenz anmelden musste, stellte der Insolvenzverwalter jedoch fest, dass insgesamt nur 18,5 Millionen Euro in die Sanierung des Schlosses geflossen waren. Der Investor hatte demnach nicht nur kein Eigenkapital investiert, sondern F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von 17,5 Millionen Euro in private Taschen geleitet. Der Insolvenzverwalter alarmierte die Investitionsbank sowie das brandenburgische Wirtschaftsministerium, die den Fall an die Potsdamer Staatsanwaltschaft weitergaben. Quelle: Wikipedia[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"class_list":["post-3956","page","type-page","status-publish","hentry"],"aioseo_notices":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3956","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3956"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3956\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3973,"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3956\/revisions\/3973"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schneider-fotodesign.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3956"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}